Januar 15, 2013

Datenschutz und Google

Wir alle verwenden heute Google als Suchmaschine. Die Suchmaschine bietet zweifellos auch viele Vorteile und der Index ist unendlich gross. Wenn wir etwas suchen (im Beispiel den Begriff ‚Kousz‘), dann zeigt uns Google eine Liste von gefundenen Seiten an:

google_suche

Betrachten wir den ersten Link, dann sieht es so aus, dass Google uns einen Link auf die Seite www.jpk.ch anbieten würde – stimmt aber nicht!

Tatsächlich verweist der Link wieder zurück auf google – welche uns dann indirekt auf die gewünschte Seite weiter leitet. Google nützt diese Umleiterei dazu aus, uns zu verfolgen und Statistiken über unser Suchverhalten zu erstellen. Ein Klick auf den ersten Link ruft in Wirklichkeit den folgenden Link auf:

google_link

Es gibt aber noch ein anderes Problem – manchmal ist Google ziemlich überlastet. Aus diesem Grund kann es infolge Umleitung recht lange dauern, bis die gesuchte Seite dann auch tatsächlich im eigenen Browser erscheint.

Gibt es Alternativen?

Ja, am besten verwendet man nicht mehr Google für die Suche, sondern einen Dienst, welcher zwar den Index von Google verwendet, jedoch die Privatsphäre des Nutzers respektiert. Sucht man zum Beispiel auf www.startpage.com, dann sieht das Resultat wie folgt aus:

startpage_suche

In diesem Beispiel führen die Links direkt auf die gewünschten Seiten – ohne dass ein Umweg über einen anderen Dienst gemacht würde.

Mein Tipp – Startpage als Suchmaschine im Browser festlegen und/oder als Standardseite im Browser festlegen.

Übrigens – die Suchresultate stammen selbstverständlich auch von Google, aber auch noch von anderen Suchmaschinen – darum wird eine solche Suchmaschine auch „Metasuchmaschine“ genannt!

April 21, 2012

Offener Brief an Datenschutzbeauftragten Thür

Sehr geehrter Herr Thür

Seit einiger Zeit nerve ich mich ziemlich, welchen Kampf Sie gegen Google, Facebook und so führen. Woher nehmen Sie eigentlich die Legitimation? Vom einem Gesetz, das veraltet und längst nicht mehr der heutigen Wirklichkeit entspricht? Oder geht es um Ihre Profilierung, was ich nicht hoffe und unterstellen möchte. Uns Bürger und Nutzenden des Internets haben Sie jedenfalls nicht gefragt, wie viel Schutz wir durch Sie haben möchten.

Ich möchte mich dezidiert dem offenen Brief an Sie von Frau Prof. Dr. Andrea Belliger von der Hochschule Luzern anschliessen (Klick auf das nebenstehende Bild)!

Verwenden Sie doch Ihre Energie bitte mehr dafür, dass nicht immer mehr über Einschränkungen und Kontrollen des Internets nachgedacht wird. Ich bin erwachsen und weiss selber, was ich von mir preisgeben möchte und was nicht.

Mit freundlichen Grüssen
Jean-Pierre Kousz

Juni 28, 2011

Wieviel Datenschutz brauchen wir?

Computer mit SchlossMit grossem Eifer nimmt sich unser Datenschützer, Hanspeter Thür den neuen Medien, wie Googles Street View, aber auch Facebook und anderen Medien an.

Meiner Meinung nach dienen diese Aktivitäten in erster Linie dazu, sich zu profilieren. Es gäbe wohl Felder, die wichtiger wären, wie zum Beispiel, wie der Staat mit unseren Daten umgeht, oder wie die Verwaltung die Daten offenlegt, auf welche die Öffentlichkeit ein Recht hat. Dringend wäre zum Beispiel auch, dass das Wissen, welches an unseren Hochschulen lagert und mit unseren Steuergeldern finanziert wurde, offengelegt wird.

Was ist Street View – eine neue Art, durch eine Gegend zu gehen, ohne dass man physikalisch vor Ort sein muss. Zum Glück sehe ich dabei auch alles scharf und klar.

Facebook – jeder weiss, dass er damit intime und persönliche Daten preisgeben kann (aber nicht muss). Alle Zeitung schreiben über diese neuen Dienste und warnen auch davor, wenn wieder neue Funktionen implementiert werden.

Viel mehr wären unsere Schulen gefordert, dass solche Fälle wie kürzlich mit der jungen Schülerin, welche ihre Lehrstelle verloren hat, nicht mehr passieren. Kinder sollten schon frühzeitig lernen, wie mit diesen Medien umgegangen werden muss. Sie müssen zu selbstverantwortlichen Bürgerinnen und Bürger erzogen werden, welche den Wert ihrer eigenen Daten und Bilder bewusst sind.