Tag der offenen Anlage: PV-Selbstbauanlage auf dem Schützenhaus
Am Freitag, 11., und Samstag, 12. September 2026 öffnet die neue Photovoltaik-Selbstbauanlage auf dem alten Schützenhaus Wila ihre Tore. Sie ist das erste sichtbare Resultat des Projekts «Wila-Strom» – und am Samstagabend wird sie mit einem Fest eingeweiht.
Ich freue mich sehr auf diese zwei Tage. Die Fotos oben habe ich heute Dienstag gemacht: Das Gerüst steht, die Paletten mit den Modulen warten auf dem Kies, und in den nächsten Tagen wandert alles aufs Dach. Gebaut wird von Leuten aus dem Dorf, angeleitet von Fachleuten. Genau das ist die Idee hinter «Wila-Strom»: vom Workshop zur Idee zur fertigen Anlage. Ein Projekt von Wilemern für Wila.
Warum Selbstbau?
Der Selbstbau ist kein Sparprogramm auf Kosten der Qualität. Die Elektroarbeiten und der Netzanschluss bleiben dort, wo sie hingehören: bei den Fachleuten. Was die Gruppe übernimmt, ist die Montage, und genau dieser Teil macht einen erheblichen Anteil der Kosten aus.
Der zweite Effekt ist mindestens so wichtig: Es entsteht Wissen im Dorf. Wer mitgebaut hat, kann beim nächsten Projekt anleiten. So wächst eine Gruppe von Leuten, die sich mit Solarstrom auskennen, und die Hemmschwelle für die eigene Anlage sinkt spürbar.

Meine beiden Vorträge am Samstag
Zwischen 11.00 und 15.00 Uhr laufen am Samstag die Vorträge zu Photovoltaik, Batteriespeicher und Balkonkraftwerken. Zwei davon halte ich, je rund zehn Minuten, kurz und praxisnah, mit viel Platz für Fragen.
1. Balkonkraftwerk – der einfachste Einstieg
Nicht alle haben ein eigenes Dach. Ein Steckersolargerät auf dem Balkon, an der Fassade oder auf dem Gartenhaus ist der schnellste Weg zum eigenen Strom: bezahlbar, in einem Nachmittag montiert und beim Umzug wieder mitnehmbar. Ich zeige, was so ein Gerät bringt, worauf man bei der Anmeldung achten muss und wo die realistischen Grenzen liegen.
2. Die eigene PV-Anlage und der Batteriespeicher
Im zweiten Vortrag geht es um die grössere Variante: Wie ist eine Anlage aufgebaut, welche Komponenten braucht es, was kostet das Ganze heute, und wann lohnt sich ein Batteriespeicher wirklich? Ich rechne das an einem konkreten Beispiel durch, damit die Grössenordnungen greifbar werden – inklusive der Frage, wie viel vom eigenen Strom man realistisch selber verbraucht.
Das Programm
Freitag, 11. September
13.00 bis 17.00 Uhr: Besichtigung Selbstbauprojekt
ab 17.00 Uhr: Feierabendbier mit Grill
Samstag, 12. September
09.00 bis 17.00 Uhr: Besichtigung Selbstbauprojekt
11.00 bis 15.00 Uhr: Vorträge zu Photovoltaik, Batteriespeicher und Balkonkraftwerke
09.00 bis 17.00 Uhr: Basteltisch für Kinder
ab 17.00 Uhr: Einweihungsfest mit Festwirtschaft
18.00 bis 22.00 Uhr: Musik mit der Huusmusig Meile
Ort: altes Schützenhaus Wila.
Eingeladen haben der Gemeinderat Wila und die Arbeitsgruppe «Wila-Strom».
Wer mithelfen möchte, egal ob auf dem Dach oder am Boden, meldet sich bei
Mike Lattmann (mike.lattmann@novaenergie.ch).
Kommen Sie vorbei
Man muss weder eine Anlage planen noch etwas von Technik verstehen, um an diesen zwei Tagen etwas mitzunehmen. Schauen Sie sich die Anlage an, stellen Sie Fragen, bleiben Sie am Samstagabend zur Festwirtschaft und zur Huusmusig. Ich freue mich auf viele Besucherinnen und Besucher.
Anlage auf dem Dach der Villa Wellentanz
Übrigens – was die Anlage auf unserem Dach produziert, kann jederzeit hier eingesehen werden!