Skype und Co. setzen Telekombranche unter Druck
Kaum hat sich die Telekombranche etwas erholt und ist in die Gewinnzone
zurückgekehrt, droht ihr neues Ungemach. Die Entwicklungen im
Internetsektor bedrohen zunehmend Rolle und Geschäftsmodell der
etablierten Telekombetreiber, warnt die Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung
(OECD)
in ihrem aktuellen "Communications Outlook 2005". Dadurch steige auch
der Druck, einen neuen Ansatz für die Regulierung der Branche zu
finden, heisst es in dem Bericht.Skype ist eine unentgeltlich erhältliche VoIP-Software, die das kostenlose Telefonieren via Internet von PC zu PC sowie das gebührenpflichtige Telefonieren ins Festnetz und auf Mobiltelefone ermöglicht (SkypeOut). Konferenzschaltungen sind für bis zu fünf Gesprächsteilnehmer möglich. Die Software zeichnet sich - im Gegensatz zu vielen vergleichbaren Programmen - dadurch aus, dass sie auch hinter Firewalls und NAT-Routern problemlos funktioniert, weil für die Kommunikation unter anderem der TCP-Port 80 benutzt wird, welcher normalerweise für das Surfen im World Wide Web verwendet wird. Die Sprachqualität von Skype ist aufgrund von neuen Kompressionsalgorithmen besser als bei herkömmlichen Telefongesprächen, und bei Verbindungen von PC zu PC sorgt laut Skype die Verschlüsselung mit AES-256 für die Privatsphäre (über die Korrektheit dieser Angaben lässt sich allerdings keine Aussage machen). Da Skypes VoIP-Protokoll proprietär ist, sind Skype Nutzer auf die Soft- und Hardware, die von der Herstellerfirma autorisiert wurden, angewiesen - im Gegensatz zu Nutzern von Diensten, die SIP benutzen.
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